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ÖDP Vorstandssitzung am Hobbithaus

Geht effektiver Klimaschutz überhaupt ohne eine Abkehr von Wachstums-Ideologie und Gewinn-Maximierung?

Diskussion am Hobbithaus

Hohenthann. Als die bayerische ÖDP Landesvorsitzende Agnes Becker vor zwei Monaten das Hobbithaus in Hohenthann besuchte, wurde vereinbart, die nächste Kreisvorstandssitzung der ÖDP im Hobbithaus-Garten des Holzkünstlers Alois Riederer einzuberufen. 

Als Referenten konnte der Kreisvorsitzende Heiko Helmbrecht für diese außergewöhnliche Sitzung Dr. Georg Ohmayer von der Landshuter Gemeinwohlökonomie gewinnen. In einem halbstündigen Impulsreferat führte Ohmayer vor Augen, wie sich die Klimakrise von Jahr zu Jahr verschärft. Obwohl wir die Krise noch aufhalten könnten, halten wir an den Mechanismen fest, die uns in diese Krise erst hineingeführt haben. Unsere Wirtschaftspolitik orientiert sich nach wie vor am Bruttoinlandsprodukt, und nicht am Gemeinwohl, wie es in der Bayerischen Verfassung vorgesehen wäre. Nach der Überzeugung von Georg Ohmayer kann effektiver Klimaschutz nicht gelingen, ohne eine Abkehr von Wachstums-Ideologie und Gewinn-Maximierung.

"Wer in einer begrenzten Welt an unbegrenztes Wachstum glaubt, ist entweder ein Idiot oder ein Ökonom. Auf alle Fälle ist er nicht in der ÖDP", ergänzt Helmbrecht ein Zitat des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Kenneth Boulding.

Im weiteren Verlauf der Sitzung erläutert Gastgeber Alois Riederer die rechtliche Situation ums Hobbithaus. Laut Landratsamt füge sich das Bauvorhaben nicht in die Eigenart der näheren Umgebung ein. Diese Einschätzung kann der ÖDP-Kreisvorsitzende Heiko Helmbrecht nicht teilen, im Gegenteil, er hofft, dass Riederer diesen Punkt vor Gericht entkräften kann. 

Als Dank für die Beherbergung spendete die ÖDP Vorstandschaft für gemeinnützige Projekte, welche im Rahmen des Hobbithauses entstehen sollen.

Georg Ohmayer von der Gemeinwohlökonomie referiert bei der Kreisvorstandssitzung
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