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Aktionskreisgründung Volksbegehren Artenvielfalt "Rettet die Bienen"

Landshuter Rundschau, Klartext.la und Landshuter Zeitung berichten ausführlich über die hervorragend besuchte Gründung des Landshuter Aktionskreises des Volksbegehrens Artenvielfalt "Rettet die Bienen".

„Mich berührt es, dass es so viele Menschen gibt, die sich für die Natur engagieren“, zeigte sich gestern Abend ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda beeindruckt, als sich im proppenvollen Wintergarten des Gasthauses „Zur Insel“ das Landshuter Aktionsbündnis „Rettet die Bienen“ gründete. Es geht um viel. Es geht darum, dass ab 31. Januar bayernweit eine Million Bürger für das Volksbegehren „Artenvielfalt“ in den Rathäusern votieren. Und es geht um eine historische Chance, die Artenvielfalt in Bayern zu bewahren.

„Rettet die Bienen“ - dazu kann und will wohl niemand „Nein“ sagen, doch die Organisatoren des Volksbegehrens, allen voran die ÖDP, die Grünen, der Landesbund für Vogelschutz und der Bund Naturschutz schlagen Alarm. 54 Prozent aller Bienen sind bedroht, bez. bereits ausgestorben, rund 75 Prozent aller Tagfalter und Fluginsekten sind verschwunden, die Zahl der Vögel hat sich in Bayern in den letzten 30 Jahren halbiert.

Diese nackten Fakten beängstigen, denn 80 Prozent aller Pflanzen werden durch Insekten bestäubt. All diese Pflanzen sichern bisher einen gedeckten Tisch.

„Wenn wir nicht bald entgegenwirken, werden wird die biologische Vielfalt kaputt gehen“, warnte Elke März-Granda. Daher will ein riesiges, bayernweites Aktionsbündnis mit über 100 Partnern mit einem neuen Naturschutzgesetz die Lebensversicherung für die Artenvielfalt neu regeln.

Daher sollen Blühwiesen erhalten werden und die ökologisch genutzten landwirtschaftlichen Flächen bis 2025 auf 25 Prozent steigen, Pestizide müssen eingeschränkt werden und Gewässerrandstreifen entstehen, damit weniger Gülle und Chemie ins Wasser fließt.

Dass dieses Bündnis auf breiten Schultern quer durch die Bevölkerung steht, bewies der gestrige Abend. Über 80 Interessenten waren gekommen. Darunter Vertreter der katholischen Stadtkirche, von LA machbar, der Gemeinwohl-Ökonomie, Landshut im Wandel, der Mut Partei und von den Linken, der Imker Verein und die Tierschutzpartei, vom Naturwissenschaftlichen Verein, Food-Sharing, Stopp B15 neu und etlichen anderen. Sie alle wollen in den nächsten Tagen die Werbetrommel rühren, damit in Stadt und Landkreis 30.000 Bürger mit ihrer Unterschrift das Volksbegehren „Artenvielfalt“ unterstützen.

Die Zeit drängt, so Hedwig Borgmann von den Grünen, die das Volksbegehren zu 100 Prozent unterstützen. Nur 14 Tage bleiben Zeit, um sich in den Rathäusern einzutragen. In den nächsten Tagen wird eine flächenmäßige Werbekampagne anrollen, mit Plakaten, Flyern, Infoständen, Vorträgen und persönlichen Kontakten in sozialen Netzwerken und von Bürger zu Bürger.

Spontan gab es am Gründungsabend eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft, seitens der verschiedenen anwesenden Interessensverbände. Sie helfen alle mit, das Volksbegehren publik zu machen und die Bürger zu bewegen, per Unterschrift den Schutz der Bienen zu ermöglichen, über das dann final bei der Europawahl am Sonntag, 26. Mai, abgestimmt wird. Denn nur so lässt sich der Bürgerwille für ein neues Naturschutzgesetz umsetzen.

Zu den Sprechern des Aktionsbündnis „Artenvielfalt“ wählten die Anwesenden Heiko Helmbrecht (ÖDP), Hedwig Borgmann (Grüne), Christian Brummer (LBV) und Kathy Mühlebach-Sturm (Bund Naturschutz).

Schon am Dienstag, 15. Januar, gibt es um 20 Uhr im Gasthaus „Zur Insel“ eine weitere Informationsveranstaltung zum Insektensterben.

(Text und Bilder übernommen von der Landshuter Rundschau)

von links nach rechts: Elke März-Granda, Heiko Helmbrecht, Hedwig Borgmann, Thomas Großmann, Lorenz Heilmeier
Volles Haus: Mit so viel Zuspruch hatten auch die Veranstalter nicht gerechnet. Das Aktionsbündnis für den Volksentscheid "Artenvielfalt" hat sich gegründet.
Wollen fleißig wie die Bienen für die Bienen Unterschriften sammeln: Das Aktionsbündnis "Artenvielfalt"

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