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Florian Nitsch

Kreistagsliste 8, ÖDP, Platz 15

Marktgemeinderat Ergolding Liste 8, ÖDP, Platz 4

Email: florian.nitschoedp.de

Jabber/XMPP: floriann@jabber.de

 

Zu meiner Person

Physiker, tätig im Qualitätsmanagement

37 Jahre

1 Kind

Schriftführer ÖDP Ergolding

Stellvertretender Vorsitzender ÖDP Kreisverband Landshut

Beruflich ist meine Hauptaufgabe, unerwartete Probleme zu lösen, und durch vorausschauende und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit solchen Problemen vorzubeugen und unsere Effizienz zu erhöhen. Um dadurch Geld und Zeit zu sparen.

In meiner Freizeit beschäftige ich mich momentan hauptsächlich mit meiner kleinen Tochter. Wenn noch Zeit bleibt, mache ich Musik (als Saxophonist im Blasorchester Ergolding und bei Ahrainer Holz und Blech; daheim versuche ich mich auch an der Gitarre) und beschäftige mich immer mehr mit dem Gärtnern. Im Kleinen in unserem Garten, aber auch Konzepte zur zukünftigen Nahrungsmittelversorgung im großen Stil interessieren mich. Und dabei besonders, wie wir uns gesund und nachhaltig ernähren können. Vielversprechend finde ich zum Beispiel die solidarische Landwirtschaft, die auch im Landkreis Landshut auf dem Vormarsch ist, sowie Anbaukonzepte, wie die Permakultur und essbare Städte. Ich bin der Meinung, es muss wieder mehr Menschen geben, die Verantwortung für unsere Lebensmittelproduktion tragen, anstatt dem Höfesterben einfach zuzuschauen. Viel gelernt habe ich darüber durch die Tansition Town Initiative "Landshut im Wandel", und bei den Treffen der Landshuter Machbarn. Hier probieren und diskutieren wir, wie wir in Stadt und Landkreis Landshut sozial verträglich und nachhaltig leben können. Auch mit allen Arten regenerativer Energien beschäftige ich mich regelmäßig.

Meine politischen Schwerpunkte

  • Stärkung der regionalen Versorgung. Speziell der tägliche Bedarf, sprich Nahrung, Wasser und Energie soll möglichst nachhaltig, unabhängig und resilient aus der Umgebung bezogen werden können.
  • Auf lokaler Ebene müssen Pläne erarbeitet werden, wie wir den Ausstieg aus fossilen Energieträgern in den nächsten zwanzig bis dreißig Jahren bewerkstelligen können.
  • Stärkung des Radverkehrs: Ich habe das Glück, dass ich alle meine täglichen Wege mit dem Rad fahren kann. Mich würde daher freuen, wenn mehr Menschen diese Möglichkeit hätten. Radfahrer und auch Fußgänger sollen gleichberechtigt am Verkehr teilnehmen können. Speziell schwächeren Personen ist dies aktuell oftmals nicht möglich. Wenn Schulkinder bei Dunkelheit einige Minuten auf eine Lücke im Straßenverkehr warten müssen, oder ältere Menschen sich mit dem Fahrrad nicht mehr auf viele Straßen trauen, läuft etwas falsch. Neue Radwege werden oftmals nicht nach den Bedürfnissen der Radfahrer gebaut. Man stelle sich nur einmal vor, eine Straße wäre mit zig Entwässerungsmulden - genau mit dem Radius von Autoreifen und einige Zentimeter tief - durchzogen. Unvorstellbar für Autos, leider gelebte Praxis auch bei neuen Radwegen. Da fährt man dann lieber mit dem Radlanhänger auf der Straße und lässt sich anhupen, weil man Angst um die Wirbel der kleinen Tochter hat. Finde ich nicht optimal
  • Stärkung der Mobilität bei weniger Verkehr: Wenn alles Nötige in der Umgebung vorhanden ist, ist man auch ohne weit zu fahren mobil. Es gilt daher, dezentrale Strukturen zu Stärken: Lebensmittelhändler, Dorfläden, Hofläden, Ärzte, Kindergärten, Schulen möglichst breit über den Landkreis verstreut.
  • Wo ist eigentlich der Dorfplatz in Ergolding? Mehr Dorfplatz statt Parkplatz würde ich mir wünschen.
  • Erhöhung der Lebensqualität bei reduziertem Konsum: Hier ist natürlich jeder Einzelne gefragt. Die Kommunen sollten hier mit Informationskampagnen unterstützen. Ein einfaches Beispiel: Trinkt man Leitungswasser, spart man sich das Schleppen von Flaschen, die Zeit beim Einkauf, und dazu noch Geld. Für die Umwelt tut man nebenbei auch noch etwas Gutes, indem man Energie und vielleicht Plastik spart. So etwas kann man zum Beispiel monatlich in den Gemeinde-Informationsblättern als "Lebenstipps" publizieren. Möglicherweise koordiniert vom Landkreis, so dass es für die Gemeinden kaum ein redaktioneller Aufwand ist.
  • Keine Verschwendung von Steuergeldern: Warum soll man für das neue Landratsamt einen Alleskönnerbau für zig Millionen Euro erstellen, wenn man über 30 Millionen Euro sparen kann, indem man vorhandene Einrichtungen weiter nutzt? Muss man wirklich den erst vor kurzem für 5 Millionen Euro fertiggestellten Sitzungssaal im neuen Landratsamt neu bauen, und den alten voraussichtlich leer stehen oder zurückbauen lassen?
  • Die Gemeinwohlökonomie ist in meinen Augen ein sehr erfolgversprechender Ansatz, die Menschen in der Wirtschaft in den Vordergrund zu stellen, und nicht den Profit weniger. Daher wäre die Erstellung einer Gemeinwohlbilanz sowohl für den Markt Ergolding, als auch für den Landkreis Landshut sinnvoll.
  • Ich bin gerne bereit, Urban Gardening Konzepte zu unterstützen. Für Ergolding bieten sich hierfür beispielsweise "Naschhecken" und Gemeinschaftsbeete auf den Gemeindeflächen zwischen Industrie- und Ahornstraße an. Auch gibt es bei uns genügen Obst, dass am Boden und auf den Bäumen verfault. Ich werde dieses Jahr einen Erntekreis organisieren. Hier kann sich gerne bei mir melden, wer mitmachen möchte.
  • Es ist höchste Zeit, dass wir auf allen Ebenen mehr für den Klimaschutz machen. Leider ist der Landkreis Landshut und auch der Markt Ergolding in diesem Punkt noch ziemlich am Anfang. Im Landkreis kann man sich zum Beispiel die Gemeinde Furth als Vorbild nehmen, die schon 2015 mehr als 80 % ihres Stroms und ihrer Wärme regenerativ erzeugt hat. Auch andere Landkreise in Bayern haben schon beschlossen, klimaneutral zu werden. So hat der Landkreis Miesbach kürzlich beschlossen, bis 2035 seine gesamte Energie regenerativ zu erzeugen. Ebersberg will 2030! frei von fossilen Energieträgern sein. Hier müssen wir auch im Landkreis Landshut und im Markt Ergolding aufholen. Momentan sind wir in Niederbayern noch auf der Sonnenseite des Klimawandels, mit langen sonnigen Sommern und milden Wintern. Glaubt man der Wissenschaft, wird es auch bei uns ungemütlich werden. Für Land- und Forstwirte ist das oft heute schon so. Und hier gilt: je eher wir etwas machen, um so günstiger wird's. Mir ist günstig lieber. Wir dürfen dabei auch nicht vergessen, uns jetzt für noch höhere Temperaturen zu wappnen. Wärmetolerante Bäume wachsen nicht von heute auf morgen.

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