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Noch weiter und steiniger Weg bis zur grünen Wiese

Oberwattenbach. Umgeben von hohen Zäunen, kerntechnischen Anlagen und dem Umspannwerk hat seit Jahren eine kleine Herde schottischer Hochlandrinder ihre Heimat auf dem ehemaligen Gelände des Kernkraftwerkes Niederaichbach gefunden.

Eben auf der grünen Wiese. Mit Wirkung vom 17. Januar 2017 wurde für das Kernkraftwerk Isar 1 nun die Rückbaugenehmigung erteilt. Ziel ist es auch hier, eine grüne Wiese zu hinterlassen.
Doch bis dahin wird es nach Meinung von Renate Hanglberger, ÖDP-Markträtin in Essenbach, ein anspruchsvoller und möglicherweise auch ein nicht ungefährlicher Weg für alle Beteiligten werden. Oberste Prämisse beim Rückbau müsse die uneingeschränkte Sicherheit von Mensch und Umwelt sein. Selbstverständlich müssen auch stets sichere Arbeitsbedingungen für das Personal gewährleistet werden.

Das Kernkraftwerk Isar 1 ist ein Siedewasserreaktor mit einer Leistung von 878 MW netto, der von 1972 bis 1977 erbaut wurde. Im Jahr 1979 begann der kommerzielle Leistungsbetrieb. Aufgrund des Protestes aus der Bevölkerung wurde das Kraftwerk nach der Reaktorkatastrophe im japanischem Fukushima im August 2011 vom Netz genommen. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist unabdingbar. Noch immer ist die  Lagerung des kerntechnischen, hochradioaktiven Abfalls in keinem Land der Welt gelöst.

Die zukünftige Erzeugung von regenerativer und nachhaliger Energie müsse laut Hanglberger dezentral und vor Ort geschehen.

"Wenn das Kraftwerk Isar 2 bei den derzeitigen winterlichen Temperaturen wegen einer Revison abgeschaltet werden kann, zeigt dies deutlich, dass die erneuerbaren Energien das Potential für eine zuverlässige Stromversorgung bereits haben,"ist die ÖDP´lerin überzeugt.

Original-Aufnahme : schottische Hochlandrinder am Standort des rückgebauten Kernkraftwerkes Niederaichbach


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