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"Ein Autobahnkilometer vernichtet ca. 8 Hektar Boden"

Essenbach/Mirskofen. Beim monatlichen Treffen des ÖDP- Ortsverbandes am letzten Freitag berichteten die Marktgemeinderäte Stefan Zellner und Renate Hanglberger Aktuelles aus dem Rathaus.

So stand die Sitzung am vergangenen Dienstag ganz unter dem Zeichen der Haushaltsbeschlüsse. Hanglberger wies in ihrer Haushaltsrede eindrücklich auf die Bedeutung eines fruchtbaren Bodens hin, dieser bilde unsere Lebensgrundlage, er nähre uns und filtere unser Grundwasser, so die Fraktionssprecherin. Bodenschutz sei gleichzusetzen mit Klimaschutz und deshalb freuen wir uns sehr, dass der Marktgemeinderat im März den Antrag unserer Fraktion mehrheitlich zugestimmt hat, um ein integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept für den Markt Essenbach erstellen zu lassen. Bei diesem Konzept werde der Klimaschutz nachhaltig in der Gemeinde verankert, wobei jedem Bürger und jeder Bürgerin bewusst sein müsse, dass dieses Ziel nur gemeinsam mit der Bürgerschaft erreicht werden könne.

ÖDP setze sich seit jeher für eine unabhängige, dezentrale und erneuerbare Energieversorgung ein. Die Nutzung der Windkraft könne dabei nicht ausgenommen werden. Wenn wir alle erneuerbaren Resourcen nutzen und mit der erzeugten Energie sparsam umgehen, werde die Energiewende gelingen. Denn Energie die nicht verbraucht wird, muss auch nicht erzeugt werden.
Die Erdbewegungen im Zuge des Neubaus der LA 7 und der sogenannten B15 Neu betrachtet die Markträtin mit Sorge. Ein Autobahnkilometer vernichte in etwa acht Hektar Boden, der undwiderbringlich der landwirtschaftlichen Nutzung verloren gehe.
Um Ackerboden zu erhalten müsse auch das Bauen auf der grünen Wiese reduziert werden und mit der Ausweisung von Bauland müsse man moderat umgehen, forderte Hanglberger.
Ein Umdenken hin zu mehr Bescheidenheit und Sparsamkeit sei angesichts der Haushaltszahlen absolut notwendig. Hanglberger gab zu bedenken, die ÖDP im Marktgemeinderat habe bei vielen Entscheidungen in der Vergangenheit immer auf die folgenden finanziellen Belastungen hingewiesen. Nun sei festzustellen, unsere Einwände waren in jedem Fall richtig und weitsichtig.

Stefan Zellner informierte über den Sachstand zu möglichen Bahnhaltepunkten in Ahrain und Mirskofen. Mit Martin Heimerl, Lokführer, habe man einen kompetenten Ansprechpartner in der Vorstandschaft. So könne sich Heimerl einen teilweisen zweiten Streckenabschnitt zwischen Landshut und Dingolfing gut vorstellen. Dies hätte erhebliche Vorteile für den Zugverkehr. Manchmal sei eine kleine Lösung besser als gar keine, machte Heimerl den Anwesenden Mut. Zellner wies noch auf die nächsten Termine hin.

Am Samstag, 23. Mai, werde der Ortsverband beim Wochenmarkt über die möglichen Risiken des Freihandelsabkommens TTIP informieren. Dabei könne man sich  in die Liste der europäischen Bürgerinitiative Stop TTIP eintragen.
Der nächste Stammtisch ist am Freitag, den 12. Juni. Die Jahreshauptversammlung des ÖDP-Kreisverbandes findet am Freitag, den 19. Juni um 19.30 Uhr in Vilsheim statt.


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