Quellen in Landshut

Landshut besitzt teilweise einzigartige Quellen an der Isarleite. Die Ökodemokraten wollen, dass diese aufgewertet und die vorhandenen Defizite beseitigt werden. Auch sollen beispielsweise Themenwege zu den Quellen oder geführte Wanderungen angeboten werden.

Elke März-Granda

An den
Stadtrat Landshut
Rathaus
84028 Landshut

Landshut, den 27.08.2019

Antrag zu den Landshuter Quellen

Vor kurzem wurde vom Bund Naturschutz eine Untersuchung mit Dokumentation zu den Quellen an der südlichen Isarleite erstellt. Bei einigen Quellen wurden Defizite und Aufwertungsmöglichkeiten vorgeschlagen.

a) Die Stadt Landshut bemüht sich die Anregungen zur Optimierung der erfassten Quellen und zur Beseitigung von Defiziten bzw. Beeinträchtigungen umzusetzen.

b) Ebenso werden die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen lt. FFH-Managementplan umgesetzt.

c) Die Inanspruchnahme von Fördermitteln soll dabei geprüft werden.

d) Die Öffentlichkeitsarbeit zum Themenfeld Quellen sollte verstärkt werden, beispielsweiße durch Themenwege und Lehrpfade, Ausstellungen, Broschüren, Wander- bzw. Spazierwege mit Begleitinformationen, Geführte Wanderungen bzw. Spaziergänge zu den „Landshuter Quellen“.

 

Begründung:

Der Bund Naturschutz hat die Quellen an der Isarleite gezielt erfasst und dokumentiert. Das Untersuchungsgebiet reicht von der Carossahöhe bis zur Wolfsteinerau. Insgesamt konnten dabei 45 Quellen in unterschiedlichen Ausprägungen erfasst und dokumentiert werden. Die Arbeit soll als eine Handreichung für die Öffentlichkeitsarbeit zur „Inwertsetzung“ der Quellen zur Verfügung gestellt werden. Dazu wurde bereits ein Flyer zur „Quellen-Vielfalt an der Landshuter Isarleite“ erstellt. Die ausgedehnten Sumpfwälder am Hangfuß und die Hang- und Schluchtwälder haben hier gemäß der Bewertung im Managementplan zum FFH-Gebiet „Leiten der Unteren Isar“ ihr für den gesamten Naturraum bedeutsamstes Vorkommen. Eine hohe Wertigkeit erhält das Gebiet ferner durch die relativ zahlreichen Einzelvorkommen des im Tertiär-Hügellands sehr seltenen „Kalktuff-Quellen“. Einzigartig in dieser Ausdehnung und Ausprägung sind für den Naturraum auch die Artvorkommen in Hangquellsümpfen. Kalkgebundene Arten sowie zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten sind gemäß FFH-Managementplan eine weitere Besonderheit des Gebietes. Deshalb sind Quellen durch das Naturschutzgesetz geschützt und sollten dringend aufgewertet und erhalten werden.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Elke März-Granda


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