„Kunst ned Politik… ökologischer mocha“Wahlkampfauftakt des ödp-Ortsverband Ergoldsbach  Ergoldsbach/Langenhettenbach Ein volles Haus mit weit über 100 Besucher, gute Stimmung, knackige Reden und beste Unterhaltung war gegeben bei der Wahlauftaktveranstaltung des ödp-Ortsverbandes Ergoldsbach. Aktuell sehr verärgert zeigte sich der ödp-Ortsvorsitzende Lorenz Heilmeier bei seiner Begrüßung darüber, dass er offiziell vom Bürgermeister eine Mitteilung erhielt, dass man erst 6 Wochen vor der Wahl plakatieren darf; die CSU jedoch bereits vor Weihnachten sich die besten Standorte sicherte und damit die Bürgersteige für Monate beeinträchtigt. Da 6 Wochen vor der Wahl keine Laterne und kein Baum mehr frei war, hatte man die ödp-Kopfplakate einfach an die gemeindlichen Großwahltafeln gestellt (ohne andere Plakate zu beeinträchtigen), doch dies gefiel Bürgermeister Diener nicht, so dass er alle ödp-Plakatständer vom Bauhof entfernen ließ. Bürgermeisterkandidat Hans Hummel gefiel die Vorgehensweise ebenfalls nicht, obwohl es ihn natürlich auch ehrt, dass er vom Amtsinhaber von allen Bürgermeisterkandidaten scheinbar am meisten gefürchtet wird. Ein großer Kritikpunkt war die „Neue Mitte“ und der „lockere Umgang“ mit Steuergeldern in diesem Zusammenhang. Erst wurden 100.000 DM ausgegeben um ein Entwicklungskonzept für den Ortskern zu bekommen, dann wird eines der fünf erhaltenswerten und ortsbildprägenden Häuser für einen Supermarkt geopfert, den keiner mehr benötigte. Nur die ödp war geschlossen gegen die Steuergeldverschwendung und für den Erhalt des Ziegler-Anwesens. Werte bewahren ist einer der Leitgedanken der ödp-Politik. Dass die Pflichtaufgaben von der Gemeinde erledigt werden ist selbstverständlich. Dort wo man gestalten kann, bei den Baugebieten, der Ortsentwicklung und in der gemeindlichen Infrastruktur hat Bürgermeisterkandidat Hummel andere Vorstellungen. Hier zeigt sich leider, dass der Bürgermeister seit 48 Jahren noch nicht weit über die Grenzen von Ergoldsbach hinaus geblickt hat. Die öffentliche Bezeichnung seiner Mitbewerber als Laiendarsteller zeigt von Arroganz und Intoleranz. Landratskandidat Lorenz Heilmeier brachte in seinen sehr emotional geführten Darstellungen die Grundanschauungen der ödp dar. Er kombinierte Parteianschauungen mit der vergangenen und aktuellen Kreistagspolitik. Aus den über 100 guten Gründen ödp zu wählen hatte er die für ihn wichtigsten herausgesucht. Zum Ersten, weil wir die Natur lieben. Griessenbacher und Mettenbacher Moos, Radwege im Landkreis und die Abfallwirtschaft wurden damit verbunden. Beim Abfall wäre die innovative Lösung vor Ort den ödp´lern viel wichtiger gewesen, als der Mülltourismus zur Verbrennungsanlage nach Schwandorf. Die umfassende Neuorganisation beim Umgang mit Energie und Rohstoffen war Punkt 2. Keine vier Millionen für den neuen Sitzungssaal, sondern vier Millionen für die Wärmedämmung und für eine Hackschnitzelheizung im bestehenden Landratsamtsgebäude; nachwachsende Rohstoffe auch für die Fahrzeuge des Landkreises. Keine neuen Kohlkraftwerke, ein weiterer Kampf gegen den Atomirsinn, waren weitere Themen. Hier erinnerte er an die von ihm geforderte und vom Kreistag abgelehnte Leukämiestatistik. Einsparung, Effizienzsteigerung und erneuerbare Energien sind wichtigste Themen. Bus und Bahn für alle, statt Transrapid und 3. Startbahn für München waren seine weiteren Forderungen. Der Anschluss vom Landkreis Landshut an den Münchner Verkehrsverbund und die Verbesserung des ÖPNV lassen sich spielend finanzieren, wenn man auf das teuere Prestigeobjekt „TraRa“ verzichtet. Ausführlich durchleuchtet wurde das Thema „Gentechnik“ und seine nicht bekannten Folgen. Ein gentechnikfreier Landkreis und eine gentechnikfreie Gemeinde lagen ihm hier am Herzen. Dass die ödp als einzige Partei seit 25 Jahren auf Firmen- und Konzernspenden verzichtet und somit wirklich unabhängig ist, sollten auch die Wähler endlich zur Kenntnis nehmen. In diesem Zusammenhang beschwerte er sich auch über die Übernahme von Alt- und amtierenden Politikern in der Wirtschaft und ihre Einflussnahme. So erhalten die vier Großparteien 50 % Rabatt bei der Verteilung von Wahlwerbung bei der Post. Den ödp-Kreisverband Landshut kostet eine Tagespostverteilung somit einige tausend Euro mehr als den anderen Parteien und dies bei einem nur von Kandidaten finanzierten Wahlkampf. Die Darstellung der ödp-Familienpolitik mit einem Erziehungsgehalt, dass den Eltern auch eine Erziehung zu Hause ermöglicht und damit verbunden das Thema Mindestlohn von 7,50 Euro wurden ebenfalls angesprochen. Hierfür darf man nicht links wählen, sondern hierfür muss man ödp wählen, weil die ödp die elterliche Erziehung der Kinder der staatlichen Erziehung vorzieht. Trotz der scheinbar übermächtigen Konkurrenz stellt er sich zur Wahl. Zum einen weil er als einziger Kandidat auch für die ökologischen Grundansichten der ödp steht und zum anderen weil er den Wählern und bisherigen Nichtwählern eine wirkliche Alternative bieten will. Die Gruppe 2raloa gestaltet den Abend, der ja unter dem Motto „Kunst ned Politik… ökologischer mocha“ stand, musikalisch mit Liedern, die zum Teil auch inhaltlich zur der ödp passten. |