Ökologischer Aschermittwoch in Käufelkofen Landratskandidat Lorenz Heilmeier erläutert das Wahlprogramm  Zur traditionellen Aschermittwochsveranstaltung des ödp-Kreisverbandes konnte die Ortsvorsitzende Christine Huber auch diesmal wieder eine Vielzahl von Besuchern in der Gaststube des Jagerwirts in Käufelkofen begrüßen. „Aus Anlass der Kommunalwahl haben wir in diesem Jahr auf einen Gastredner verzichtet und wollen dem Landratskandidaten Gelegenheit geben das Programm der ödp vorzustellen,“ stellte sie das Programm des Abends vor. Bevor der Hauptredner, Landratskandidat Lorenz Heilmeier, das Programm der ödp erläuterte, gab sie jedoch dem langjährigen ödp-Marktgemeinderat Ludwig Huber das Wort, der auf die Arbeit der vergangenen Jahre zurückblickte. Angesichts der erwirtschafteten Rücklagen sei der Markt Ergolding trotz der anstehenden Aufgaben sehr wohl in der Lage über die Senkung gemeindlicher Steuern einen Teil der Erträge an die Bürgerinnen und Bürger zurückzugeben. Denn diese hätten schließlich die gute Finanzlage auch mit erwirtschaftet. Er bedauerte auch, dass die ständigen Forderungen der ödp nach verbessertem Klimaschutz, Nutzung nachwachsender Rohstoffe und Energieeinsparung erst jetzt ansatzweise Früchte trage. „Es ist Zeit für den Wechsel, eine gute Demokratie lebt auch von der Abwechslung“, schloss er sein Statement. Beginnend mit Klängen indianischer Musik stellte dann Lorenz Heilmeier das Kreistags-Wahlprogramm der ödp vor und leitet daraus die Ziele für seine Landratskandidatur ab. „Wer verantwortlich handeln will“, so Lorenz Heilmeier, „der muss sieben mal sieben Jahre vorausschauen.“ Dies sei die Grundlage einer Politik gewesen, welche den Indianern Jahrhunderte lang ein Leben im Einklang mit der Natur ermöglicht habe. Die heutige Politik sähe anders aus und sei allerhöchstens für die Wahlperiode von sechs Jahren vorausschauend. Dem Motto der ödp „so leben, dass Zukunft bleibt“ fühle er sich verpflichtet und erläuterte dies an einigen Themen, die er und die Kreistagskandidaten der ödp sich auf die Fahne geschrieben hätten. Als Beispiel griff er die Abfallwirtschaft heraus und bemängelte den Abfalltransport nach Schwandorf, wo der Abfall des Landkreises der Verbrennung zugeführt werde. Wesentlich sinnvoller wäre es gewesen, die Option eines Biomassekraftwerkes zu nutzen. Die Option, dies im eigenen Landkreis zu nutzen, habe durch einen privaten Anbieter bestanden und sei nicht genutzt worden. So hätten Transporte vermieden und Arbeitsplätze geschaffen werden können. Zudem seien bei allen öffentlichen Bauten die nachwachsen Rohstoffe als Brennstoffträger zu nutzen. „Sinnvoller und verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen sind wir unsren Kindern schuldig!“ forderte hier ein Umdenken. Kurz ging er auf das Thema Gentechnik ein und kritisierte das gerade verabschiedete Gesetz. Danach gilt als gentechnikfrei, wenn im Produkt weniger als ein Prozent gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe vorhanden seien. „Gilt somit auch jemand als treu, der nur in einem Prozent aller Fälle Ehebruch begeht?“ fragte er ironisch in die Runde der Zuhörer und verdeutlichte mit diesem Beispiel die Absurdität des Gesetzes. Auch der geforderte Abstand zu anderen landwirtschaftlich genutzten Flächen von gerade 150 Metern ärgere ihn, denn da habe wohl niemand den Wind um seine Einwilligung gefragt. Für die ödp ergibt sich daraus die Forderung nach einem gentechnikfreien Landkreis. „Bus und Bahn für alle statt Transrapid für wenige!“ überschrieb Heilmeier den folgenden Teil seines Vortrags. Die Entscheidung des Kreistages gegen die Stimmen der ödp-Kreisräte für die dritte Startbahn am Münchener Flughafen sei für ihn schon unverständlich gewesen – die Nachteile, vor allem für die Bewohner im südlichen Landkreis würden wesentlich schwerer wiegen als das Totschlag-Argument der verbesserten Arbeitsmarktsituation. Ähnlich sei es auch mit dem Transrapid, mit dessen prognostizierten Kosten ein verbesserter öffentlicher Personennahverkehr für viele Bürger möglich sei. Ein Anschluss an den Münchner Verkehrs-Verbund würde den Bewohnern des Landkreises Landshut die Möglichkeit bieten zu kulturellen und sportlichen Veranstaltungen kostengünstig und bequem in die Landeshauptstadt zu kommen. Zuletzt wies er nochmals darauf hin, dass die ödp bewusst auf Spenden von Firmen verzichte, während alle anderen Parteien hier gerne die Taschen aufhalten würden. „Und wer einer Partei einen fünfstelligen Betrag zur Verfügung stellt, der will dafür auch etwas haben. Wundern Sie sich also nicht, wenn Politik im Interesse der Konzerne und nicht im Interesse der Bürger gemacht wird!“ gab er allen Zuhörern zu bedenken. Auch dies sei ein gutes Argument ödp zu wählen. Im Schlusswort dankte Lorenz Heilmeier den interessierten Zuhörern und nannte nochmals den Kernpunkt der ödp-Politik: „Wer sich für den Erhalt der Familie als bewährte Lebensform einsetzt, der tritt auch ein für die Basis eines zukunftsfähigen Staates.“
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