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Wasserzweckverband plant größeres Schutzgebiet

Ohu/Oberwattenbach. Seit geraumer Zeit arbeitet der Wasserzweckverband Isar-Gruppe I daran, das bestehende Wasserschutzgebiet rund um die Trinkwasser-Brunnen im Ohuer Gebiet zu erweitern. Renate Hanglberger, Fraktionssprecherin der ÖDP im Essenbacher Marktgemeinderat informierte sich vor Ort beim Wasserzweckverband über den aktuellen Sachstand.

Das  Wasserschutzgebiet um die Ohuer Brunnen wurde im Jahr 1985 zuletzt angepasst, als ein fünfter Brunnen im Gewinnungsgebiet geschlagen wurde.  Neben dem Fassungsbereich der Brunnen befinden sich derzeit ca. 20 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche in der engeren Schutzzone, der sogenannten Zone II.  In der Zone III befinden sich derzeit ca. 80 Hektar.

Der Wasserzweckverband hat in Zusammenarbeit mit den Fachbehörden im Jahr 2009 eine Vergößerung des bestehenden Schutzgebietes in die Wege geleitet. Dieses Verfahren konnte nicht zu Ende gebracht werden. Infolge des Baus der B 15 NEU sind viele neue Meßstellen angelegt worden, um die Wasserstände während der Bauzeit kontrollieren zu können. Durch die zusätzlichen Beobachtungspunkte konnte der Verlauf des Grundwasser-leiters nun besser erforscht werden.

Aufgrund der bereits in die Jahre gekommenen Daten aus dem  Jahr 2009 und der neuen  Messergebnisse , hat der Wasserzweckverband die Planung für die Schutzgebietserweiterung wieder angestoßen. So hat sich herausgestellt, dass ein Großteil des Grundwassers aus Richtung Weihenstephan nach Ohu fließt. Daher sei es notwendig, so der Verbandsvorsitzende, Hans Bauer, das Schutzgebiet in Richtung Altheim und Mirskofen in verschiedenen Zonen auszuweiten, um auch weiterhin die Verbandsgemeinden mit bestem Trinkwasser versorgen zu können. Werksleiter Markus Wojtowicz bestätigte auf Nachfrage von Renate Hanglberger, dass sich die Werte für Nitrat sowohl in Ohu als auch bei den Brunnen im Klosterholz auf niedrigem Niveau bewegen. "Mit rund 10 mg/Liter sind wir in einer sehr guten Ausgangslage, die auch für die Zukunft gesichert werden muss", so der Werksleiter. Der Grenzwert liegt bei 50 mg Nitrat pro Liter Wasser. Dem Trinkwasser werde lediglich Eisen und Mangan entzogen und Sauerstoff zugeführt. Weitere Aufbereitungsschritte seien derzeit nicht notwendig, bestätigt der Werkleiter. "Da ein gesunder Boden die beste Grundlage für ein rückstandsfreies Wasser ist, muss noch viel mehr Aufklärungs- und Forschungsarbeit für den Boden und damit auch für unser Trinkwasser geleistet werden. Der ökologische Landbau , der ohne den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und mineralischen Düngern arbeitet , kann hierbei wertvolle Unterstützung leisten", erläuterte Hanglberger. Ebenso sei es wichtig, dass  alle Bürger und Bürgerinnen für das Trinkwasser in der Region Verantwortung übernehmen. "Nicht nur die Einträge aus der Landwirtschaft , auch der Luft- und Straßenverkehr sowie die chemischen Anwendungen aus Haus und Garten belasten früher oder später unser Grundwasser", gibt Hanglberger zu bedenken. 


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