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Dringenden Handlungsbedarf moniert

Oberwattenbach. Auf Drängen von Renate Hanglberger kam Herr Seemann vom Ingenieurbüro Feistl für Wasserbau gemeinsam mit Herrn Wilczek vom Bauamt des Marktes Essenbach nach Oberwattenbach um sich vor Ort einen Eindruck über die vom Unwetter stark in Mitleidenschaft gezogenen Ortschaften, Unter- und Oberwattenbach zu machen.

Besonders bitter für die Wattenbacher ist die Tatsache, dass der Bedarf einer Regenrückhaltung bereits nach dem schweren Unwetter im September 2010 von offizieller Seite bestätigt und auch vom damaligen Gemeinderat als notwendig erachtet wurde. Doch immer wieder kam es trotz vieler Nachfragen von Seiten der ortsansässigen Gemeinderätin zu teils unerklärlichen Verzögerungen und die bereits seit Jahren eingestellten Haushaltsmittel konnten bis heute nicht abgerufen werden.

Das Ergebnis ist erschreckend und der Schaden ist enorm. Entlang der Dorfstraße sind in Ober- und Unterwattenbach, ebenos in Mettenbach, sämtliche Keller teils bis zur Zimmerdecke vollgelaufen. Auch  landwirtschaftlichen Gehöfte wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. 

"Sofort nach der Getreideernte muss mit dem Bau des ersten Rückhaltebeckens begonnen werden", so Thomas Wiesbeck, Obmann des BBV aus Oberwattenbach, der bei der Rundfahrt mitdabei war. Die Grundstücksbesitzer hätten längst ihre Bereitschaft erklärt, um die benötigten Flächen zur Verfügung zu stellen, bemerkte Wiesbeck. Wilczek sagte, der Markt Essenbach habe vor kurzem die ersten Grundstücke für diesen Zweck in Oberwattenbach erworben. Seemann bekräftigte die Notwendigkeit einer örtlichen Regenrückhaltung und sah sein bisher ausgearbeitetes Konzept bestätigt.

Aufgrund der deutlich in den bestellten Feldern sichtbaren "Wasserläufe" könne er sich an der einen oder anderen Stelle sogar eine Ergänzung des bisherigen Entwurfs vorstellen. Renate Hanglberger wies auch auf die bereits in die Jahre gekommene Ortsverbindungsstraße in Richtung Röhrenbach hin. "Im Zuge des Baus der Rückhaltebecken wäre es sinnvoll, die Straße im unteren Verlauf etwas zu erhöhen und wo passend, eine Ausweichstelle einzuplanen", so ihr Vorschlag.

Laut Seemann könne im nächsten Jahr mit dem Bau der Becken begonnen werden. Das Verfahren sei langwierig und es müsse die Freigabe der Zuschussmittel abgewartet werden.

Mit Nachdruck verlangten Wiesbeck und Hanglberger, es müsse im Namen aller Wattenbacher sofort alles getan werden, um noch heuer mit der Maßnahme beginnen zu können. "Es muss doch möglich sein, hier eine Ausnahmegenehmigung für einen vorzeitigen Baubeginn zu bekommen, bekräftigte Hanglberger ihre Forderung.

Ein großes Lob sprach Hanglberger allen Feuerwehrmännern sowie der gesamten Dorfgemeinschaft aus. Nur aufgrund der guten nachbarschaftlichen Hilfe und das Durcharbeiten während der Nacht von Seiten der Feuerwehr und den betroffenen Hauseigentümern seien am zweiten Tag nach dem Unwetter die schlimmsten Spuren beseitigt, die Keller leergepumpt, der Schlamm hochgetragen und die Straßen wieder befahrbar. Es wurde in dieser Nacht wieder einmal deutlich wie wichtig eine aktive Feuerwehr in jedem Ortsteil des Marktes ist.

 

Von links nach rechts: Markträtin Renate Hanglberger, Techniker im Bauamt Essenbach Norbert Wilczek und Dipl. Ing. Johann Seemann vom Ingenieurbüro Ferstl

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