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Landkreis Landshut soll Öko-Modell-Region werden

ÖDP Fraktion beantragt Teilnahme am Wettbewerb

Oberwattenbach. Mit der erfolgreichen Teilnahme an dem Wettbewerb zur Öko-Modellregion im Landkreis Landshut profitieren Verbraucher, Landwirte und die Region gleichermaßen, davon ist die Fraktion der Ökologisch Demokratischen Partei im Landkreis überzeugt.

Ziel ist es, die heimische Nachfrage nach ökologischen Lebensmitteln künftig stärker aus regionaler Produktion zu decken. Desweitern soll das Bewusstsein der Verbraucher für regionale und heimische Lebensmittel gestärkt werden.

Dazu wird in den Öko-Modellregionen eine große Bandbreite an Projekten umgesetzt, angefangen von der Erzeugung und Verarbeitung über Vermarktung und Gemeinschaftsverpflegung bis hin zur Bildung, berichtet Renate Hanglberger, Kreisrätin und Bäuerin eines Naturlandhofes in Oberwattenbach.

Im Mittelpunkt der Öko-Modellregionen steht aber nicht nur die Steigerung der Öko-Anbaufläche, sondern die Verbindung von Regionalität und ökologischer Erzeugung. Es geht bei den Öko-Modellregionen vor allem darum, die in den Regionen vorhandenen Potenziale zu erschließen und gemeinsam mit engagierten Akteuren vorhandene Strukturen zu beleben oder neue aufzubauen. Die Öko-Modellregionen bieten dazu Unterstützung und Begleitung, um die nächsten Schritte zu gehen.

Die Einbindung der Kommunen, Landwirte, Verbraucher und anderer lokaler Akteure in den Ausbau des ökologischen Landbaus im Landkreis Landshut ist das Ziel, um mehr Bewusstsein für den ökologischen Landbau und seinen Beitrag für eine nachhaltige Regionalentwicklung zu bilden.

"Gerade als Gegenpol zu dem im Landkreis stattfindenden Flächenfraß aufgrund von gewaltigen Straßenbaumaßnahmen, Industrie- und Siedlungsdruck sehe ich in der erfolgreichen Teilnahme an diesem Wettbewerb viele Vorteile für unsere Heimat", erklärt der Fraktionssprecher und Kreisvorsitzende der ÖDP ,Lorenz Heilmeier.

Nachdem wir mit der staatlichen Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Ökologischer Landbau, die älteste Fachschule für Ökolandbau im deutschsprachigen Raum in Schönbrunn haben und somit Vorreiter in der Ausbildung der jungen, ökologisch wirtschaftenden Betriebsleiter sind, steht uns eine Öko-Modellregion im Landkreis Landshut gut zu Gesicht, betont Kreisrat und Bezirkstagskandidat Wolfgang Hiemer.

Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fördert in den ausgewählten Regionen eine Prozessbegleitung in Form einer Personalstelle oder entsprechender Werkverträge mit externen Büros für einen Zeitraum von zwei Jahren. Der Fördersatz beträgt 75 %, die restlichen 25 % müssen die Gemeindeverbünde selbst tragen. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für zwei Jahre. Darin enthalten ist ein Sachkostenbudget von max. 5 % der Fördersumme.

Bei einer Personalstelle können ausschließlich Personalkosten gefördert werden. Vertragspartner und Fördermittelempfänger sind bei beiden Möglichkeiten ausschließlich die Kommunen. Eine Aufteilung der Personalstelle auf max. zwei Personen ist prinzipiell möglich.

Anmeldeschluss für eine formlose Interessensbekundung ist der 31.08.2018. Nach einer Vorauswahl durch die Jury werden die ausgewählten Regionen aufgefordert, bis zum 31. Januar 2019 ein schlüssiges Bewerbungskonzept vorzulegen.


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