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Die ÖDP ist jung und weiblich

ÖDP schickt Marie-Sophie Vogel für den Landtag und Elke März-Granda für den Bezirkstag ins Rennen.

In der vergangenen Woche hat die ÖDP im Kraxnwirt in Ergolding einstimmig ihre Landtags- und Bezirkstagskandidaten für den Stimmkreis Landshut nominiert.

Flächensparen für den Erhalt unserer Heimat – Trinkwasser- und Gewässerschutz - faire Bündnisse mit der Landwirtschaft statt Agroindustrie und Massentierhaltung - Fluchtursachenbekämpfung statt Waffenexporte – Maßnahmen gegen Artensterben – diesen Themen wollen sich die Politikerinnen der ÖDP besonders widmen.

Entgegen anderer Parteien hat die ÖDP in Landshut keine Nachwuchssorgen. Denn die junge couragierte Newcomerin Marie-Sophie Vogel wurde auf Anhieb als Direktkandidatin einstimmig für die kommende Landtagswahl nominiert. Die 25-jährige Wahllandshuterin studiert an der Hochschule Landshut soziale Arbeit und ist in verschiedenen Bereichen wie Alten-, Jugend-, oder Behindertenhilfe ehrenamtlich tätig.

Überzeugend trug die junge Politikerin ihre Beweggründe vor, warum sie sich gerade für die ÖDP stark machen will. „Die Politik der ÖDP fußt auf einer Ethik, die das Leben – von Mensch, Tier und auch der Flora – achtet und für schützenswert erklärt“, so Vogel. Ihrer Ansicht nach kann das rücksichtslose Wachstumsstreben global agierender Unternehmen nicht national, sondern nur durch eine intensivere internationale politische Zusammenarbeit gelöst werden. Weiter führt sie aus: „Bei dieser Zusammenarbeit dürfen aber nicht – wie bisher – Lobbyismus und grenzenloses Wirtschaftswachstum die Richtung angeben, sondern allem voran soziale Gerechtigkeit. Dabei soll das Wohl von Mensch und Umwelt das oberste Ziel des Wirtschaftens sein.“ Die junge Politikerin will dazu beitragen die Demokratie zu stärken, sich für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen und die Ressourcen unseres Planeten sorgsam einzusetzen. „Wir müssen uns die Frage stellen, was wir heute tun können, damit die Welt von morgen lebenswert(er) ist“, so Vogel. Besonders wichtig ist der jungen Kandidatin die Bildung. „Bildung ist der Schlüssel, um mündige Bürger, ohne die eine Demokratie nicht existieren kann, hervorzubringen“, betont sie weiter. Deshalb werde sie sich besonders in diesem Bereich engagieren.

Als Direktkandidatin für den Bezirkstag wurde die Landshuter Stadträtin Elke März-Granda nominiert. Die Politikerin ist seit zwölf Jahren im Landshuter Stadtrat und somit nicht unbekannt. Sie setzt sich besonders für Belange des Natur- und Umweltschutzes ein. Aber auch Themen wie eine nachhaltige Stadtentwicklung oder das Voranbringen der Energiewende in Landshut sind ihr wichtig.

Für den Bezirk sieht sie einen anderen wichtigen Auftrag. Die Bezirke sind Träger der regionalen Kulturarbeit. Zum kulturellen Erbe zählt neben Baudenkmälern auch die vom Menschen geformte Kulturlandschaft, zu deren Schutz und Pflege ein Verfassungsauftrag besteht.

Diesen Verfassungsauftrag ist ihrer Meinung nach die CSU, allen voran Herr Söder, bisher in keiner Weise gerecht geworden. „Denn die Lockerung des Anbindegebots, wie sie der neue Landesentwicklungsplan vorsieht, wird zu wuchernden Siedlungsgeschwüren mit Einkaufszentren und Wildwuchs von Fachmarktzentren mitten im Grünen führen“, kritisiert März-Granda. Deshalb sollte sich der Bezirk für den Erhalt der niederbayerischen Kulturlandschaft stark machen und unsere Heimat vor maßloser Zersiedelung und Versiegelung schützen. „Wir haben viel zu tun“, so März-Granda, „wenn wir den Flächenfraß in Bayern stoppen wollen.“ Denn der Flächenverbrauch ist heute schon enorm und Bayern ist diesbezüglich Spitzenreiter in Deutschland. „Angesichts von immer häufiger wiederkehrenden Hochwasserkatastrophen ist die Flächenentsiegelung das Gebot der Stunde. Jede weitere zubetonierte Fläche trägt beim nächsten Hochwasser zur Verschlimmerung der Lage bei“, kritisiert sie.

März-Granda betonte, dass es für die Bezirkstagswahl keine 5%-Hürde gibt. Somit geht bei dieser Wahl keine Stimme verloren, auch nicht die Stimmen für kleinere, aber traditionsreiche Parteien, wie die ÖDP. „Unser Ziel ist es, die bisher 6 ÖDP-Abgeordneten in den bayerischen Bezirkstagen auf 10 Abgeordnete zu erhöhen“, so März-Granda.

März-Granda fügte an, dass wir ein moderates, aber kein überzogenes Wachstum brauchen. Politiker und Parteien müssten ihre Entscheidungen unabhängig von Parteispenden und Sponsoring von Unternehmen treffen und dürften nicht "allzu wirtschaftsfreundlich agieren". Deswegen verzichte die ÖDP ganz auf Parteispenden von Firmen. "Parteien dürfen nicht erpressbar sein.“, so die Politikerin, „nur so können Politiker den Bürgerwillen vertreten“.

Als Listenkandidat zur Landtagswahl wurde Lorenz Heilmeier aus Ergoldsbach gewählt. Krankheitsbedingt konnte er persönlich nicht anwesend sein. Wolfgang Hiemer aus Essenbach wurde als Listenkandidat zur Bezirkstagswahl einstimmig vorgeschlagen. Hiemer ist aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als Leiter von zwei Seniorenwohnheimen mit den Aufgaben des Bezirks bestens vertraut.

Auf dem Foto links Elke März-Granda, rechts Marie-Sophie Vogel

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