Antrag zur Versorgungssituation Landshuts mit Kinderärzten

Die Verwaltung wird gebeten bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) nachzufragen, wie esum die tatsächliche Versorgungssituation mit Kinderärztinnen und - ärzten in Landshut steht. Aufgrundvon vermehrten Abweisungen von Neubürgern bei den Kinderärzten bemüht sich die Stadtverwaltungum weitere Niederlassungen von Kinderärzten in der Stadt.

Begründung

Laut aktuellem Versorgungsatlas der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns liegt der Versorgungsgrad derKreisregion Landshut bei 120,7 %, d.h. offiziell ist Landshut wie ganz Niederbayern überversorgt.

Obwohl im Landkreis Landshut nach offiziellen Zahlen eine "Regelversorgung" vorliegt, nehmen Landshuter Kinderärzte keine neuen Patienten mehr an. Seit einem halben Jahr herrscht in den Praxen ein Aufnahmestopp. Dies ist gerade für Landshuter Neubürger keine hinnehmbare Situation. Denn um eine Versorgung der Kinder sicherzustellen gibt es nur die Möglichkeit ins Kinderkrankenhaus oder ins Umland auszuweichen. Besonders schwierig ist es für Flüchtlingskinder einen Arzt zu finden. Deshalb hat sich die Asylsozialberatung bereits mit einem Hilferuf erfolglos an den Ärztlichen Kreisverband gewandt. Die Praxen können die hohe Patientenzahl nicht mehr adäquat versorgen, Arbeitstage von zwölf Stunden fast ohne Pause sind auf Dauer nicht zu bewältigen. In der Realität ist somit keine Überversorgung, sondern eine deutliche Unterversorgung von Kinderärzten in Landshut festzustellen. Hier muss dringend mindestens ein weiterer Kinderarztsitz für die Versorgung der Landshuter Kinder geschaffen werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Elke März-Granda


Zurück

Die ÖDP Landshut verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen